#2 卖菜

#2 卖菜

卖菜  - mǎicài - (Lebensmittel) einkaufen :)

Der erste Tag ist super über die Bühne gegangen, und auch heute habe ich mich neuen Herausforderungen erfolgreich gestellt. Gestern stand ein Treffen mit der Koordinatorin (die die Austauschstudenten bereut) am Programm. Da der Campus direkt neben meinem Wohnheim ist, war es ein gemütlicher Spaziergang durch den wunderschönen Unibereich, der mit Palmen, Parks und Teichen eher zum Relaxen als Studieren einläd :D ich wurde sehr herzlich empfangen und gemeinsam gingen wir noch die wichtigsten Daten fürs Studentenleben an der „National Kaohsiung First University Of Science And Technology“ durch, bevor ich wieder zurück ins Heim ging um meine Tasche für die City zu packen. Erst einmal ohne Kamera, um an Gewicht zu sparen und alles einmal richtig wahrzunehmen. Also spazierte ich locker drauf los zur knapp 3 km entfernten Metro Station…und nach wenigen Metern kam die Ernüchterung: In Taiwan geht man einfach nicht zu Fuß. Gehwege sind zwar meistens vorhanden, jedoch mit Pflanzen überwuchert oder mit Scooternzugeparkt. Na gut, einfach umdrehen ist nicht meine Art, also wird das Problem bis zum bitteren Ende akzeptiert. Als ich schließlich an einer größeren Straße und ca 600m vor der Metro-Station war, gab es keinen Gehweg mehr, also ging ich auf der Scooter-Lane… klingt gefährlich, war es auch, aber als mir jemand zu Fuß entgegenkam wusste ich, das ist hier einfach normal. Für den Rückweg würde ich mir eines der Citybikes ausleihen, die ich am Campusgelände retournieren kann und die für 30 Minuten sogar kostenlos sind. Das war wieder einer der Momente in denen ich froh war, so ein Kontroll-Junkie zu sein und im Vorhinein schon die Funktionsweise des Mietsystems durchblickt zu haben :)

Endlich in der Stadt angekommen schlenderte ich erstmal durch den Pier-2, eine Art Künstlergegend die mit Skulpturen, kleinen Designergeschäften und urbanem Flair wirklich cool ist. Hier komm ich garantiert nochmal mit meiner Kamera vorbei. Danach entspannt dem Love River entlang geschlendert, die ersten Laternen bewundert (die ich ebenfalls bei Nacht nochmal fotografieren werde) und schließlich warf ich mich noch ins Getümmel der Innenstadt. Erster Eindruck: hektisch, modern, kurios und niedlich. Gute Voraussetzungen also für die kommenden Monate :) Meinen ersten Bubble Tea hatte ich auch, aber ich glaube da kommt noch was Besseres nach… aufgrund dessen, dass hier so gut wie niemand Englisch spricht und ich dann versuche so gut es geht auf Chinesisch zu bestellen, habe ich bei Rückfragen meistens keine Ahnung und hoffe einfach, dass ich den Leuten nicht zu sehr auf die Nerven gehe weil ich nichts verstehe. Also bekam ich einen schwarzen Tee mit Milch, natürlich gekühlt, mit den berühmten Bubbles die aus Tapioka-Stärke gemacht werden. Meines Wissens nach gibt es jedoch Shops, bei denen man sich die Art des Tees (grün, schwarz (bzw „rot“, wie der schwarze Tee im Chinesischen heißt), mit oder ohne Milch, die Zuckermenge sowie die Menge an Eis aussuchen kann. Der Tee war aber trotzdem gut, obwohl ich mit etwas fruchtigem gerechnet hätte und ich eigentlich keinen Tee mit Milch mag.
Wieder zu Hause angelangt ging es über in einen entspannten Abend mit dem ersten taiwanesischen Bier und Telefonaten mit meinen Lieben in Österreich :)

Heute konnte ich endlich richtig erholsam schlafen und habe mich erst zu Mittag aus dem Haus begeben, um ein wenige Kilometer entferntes Einkaufszentrum zu suchen. Da es in Taiwan viele kleine Shops gibt die den Tankstellenshops in Österreich ähneln, aber vergleichsweise wenige größere Supermärkte, hoffte ich einfach einen solchen im besagten Einkaufszentrum zu finden. Laut Google befand sich hier nichts, aber das muss nichts heißen wie ich schon gestern festgestellt habe.
Also wieder ein Rad am Campus ausgeliehen und in den wahnsinnigen Verkehr gestürzt. Gestern fiel mit in der Stadt etwas am Scooter-Verkehr auf, auf das ich nicht vorbereitet war: Scooter dürfen auf manchen Kreuzungen nicht links abbiegen und weichen auf eine markierte Stelle auf der von rechts kommenden Straße aus, um abzubiegen. Hat nun der Verkehr von links kommend (ursprüngliche Richtung) rot, hat man selbst grün und kann fahren und ist somit quasi über Umwege nach links abgebogen. Da jedoch jeder fährt wie es ihm passt und nur jene die möglichst unfallfrei fahren möchten diese Regel einhalten, war es schwer anfangs einen roten Faden zu erkennen. Aber das nur als eine von vielen Situationen die mich bzgl. Verkehr nur kopfschütteln ließen.
Ich habe die Fahrt zum Einkaufszentrum jedenfalls ohne Unfall überstanden und mich auch schon ein wenig dem Umgang mit dem Verkehr angefreundet. Endlich angekommen konnte ich nach kurzer Suche tatsächlich einen Supermarkt finden! YAY! :) Ich liebe Supermärkte in anderen Ländern, ich könnte stundenlang durch die Gänge wuseln und mich über die Produkte wundern. Aber gerade hier ist es nochmal viel spannender, weil die Essgewohnheiten so anders sind und die Dimensionen viel größer als in Europa. Bei manchen Dingen wollte ich wirklich nicht wissen, was es ist, über andere musste ich schmunzeln und wieder andere wollte ich sofort haben. Was ich schlussendlich gekauft habe, findet ihr hier:

Reisrollen (Maki-ähnlich, nur größer, mit Gemüse und Fisch), Sonnencreme fürs Gesicht und Spray für den Körper (es gab keine "normale" Sonnencreme...bzw ich konnte nichts als solche definieren), Tee mit Tiramisu-Geschack (wieder Tee mit Milch, nachdem der Bubble Tea gut war...), Wasser, Softdrink der nach Hustensaft/Wick geschmeckt hat (bäh...) und ein Gemüsesaft, die berühmten "Pineapple Cakes" also kekse mit Ananas-Paste gefüllt, Instant Nudeln, ein paar kleine Süßigkeiten die zu Chinesisch Neujahr verschenkt werden, Taiwan Beer in der Neujahrs-Edition, oben ist ein Brioche-artiges Geback mit Cremefülle, Duftsäckchen fürs Bad und Gewand, eine LED-Kerze weil ich Abends die volle Beleuchtung im Zimmer nicht mag, Schokomilch und Shampoo. Gekostet hat der ganze Spaß fast 30 Euro, wobei die Sonnenschutzmittel den Großteil mit knapp 13 Euro ausgemacht haben. Also ganz so spottbillig ists hier auch nicht :D

1. Handwärmer bei Tiefsttemparaturen von 10 Grad...klar. :)
2. Egal was der Hase eingeworfen hat, er ist ziemlich aufgedreht und die roten Augen wirken ungesund *g*

Dinge die einfach seltsam sind.

,,,Vienna Cookie? Noch nie gehört :)

Zungen, Hühnerfüße, alles was das Herz begehrt.. 

"healthy lifestyle" bewerben an einer Rolltreppe die links und rechts mit Chips aufgestellt ist... genaue meine Art Humor. :D

Offenbar wird hier gerne Brei zum Frühstück gegessen... das werd ich nächstes Mal auch mal probieren :)

Suppe in Dosen die Getränkedosen ähneln... und... Erdnusssuppe?

und Dinge deren Herkunft und Verwendung ich nicht wissen will.

Hot Sauce anyone?

Mit vollem Rucksack ging es heim und ich war so erledigt von den ganzen Eindrücken (und vielleicht auch vom Sonnenbrand *g*), dass ich nur mehr gemütlich diesen Blogeintrag schreibe und entspanne. Das Wetter ist sowieso gerade kühl und bewölkt, also nicht so tragisch dass dieser Nachmittag etwas ruhiger ausfällt. Morgen geht’s aber wieder mit vollem Einsatz in die Stadt! :)

PS: Auf meinem Handy befinden sich bereits Listen wie „schräge Situationen“ und „lustige Schilder“… ich denke daraus werden in ein paar Wochen lustige Einträge entstehen :D

#3 佛教

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#1 你好,台湾!

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